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Die Beete:

Beet 1 Naturteich & Beet 2 Feuchtzone

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Walahfrid Strabo (27)
Hildegard v. Bingen (28)
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Die Engelwurz

Die Engelwurz (Angelikawurzel)
enthält stark hautreizende Stoffe, die bei Hautkontakt insbesondere in Verbindung mit Sonnenlicht verbrennungsähnliche Hautschäden hervorruft.

  Alle diejenigen, welche am oberen Eingang angefangen haben, können sich nun einfädeln, indem sie sich, von oben kommend, nach rechts wenden. Wir gelangen zum (1) Teich

Er ist gewiß eine Attraktion unseres Gartens. Am Grund des Gewässers wachsen Laichkräuter und Wasserpest, die aber nicht zu den Arzneipflanzen gehören, sondern dem Klarhalten des Wassers dienen. Am Teich selbst angesiedelt wachsen Großes Rohr und der Blutweiderich, eine Pflanze, die man sehr oft längst von Bächen wachsend findet. Im Teich vorhanden ist der Bitterklee; Kalmus und Engelwurz gedeihen in dessen Randbereich. Alle drei zählen zu Appetitanregern und sind bereits im vorangegangenen Abschnitt aufgezählt worden.

Ebenfalls im Randbereich (Beet 2 Feuchtgebiet) angesiedelt ist der Gewöhnliche Wasserdost oder Kunigundenkraut, Eupatorium cannabinum L., wird heute arzneilich nicht mehr verwendet wegen seines Gehaltes an giftigen Pyrrolizidinalkaloiden.
Arzneilich verwendet wird der Wasserdost oder Wasserhanf, Eupatorium perfoliatum L., der keine Pyrrolizidinalkaloide enthält und dessen Extrakte in verschiedenen Phytopharmaka als unspezifisches Immunstimulans bei grippeähnlichen, fieberhaften Zuständen genutzt werden. Der Wasserdost ist eine alte Pflanze der Volksmedizin. Er war schon bei den alten griechischen Ärzten ein bekanntes Heilmittel.
Beachten Sie zunächst in der Nähe der Ruhebank zur Linken die schon erwähnte Silberweide.

(2) Die Weidenrinde
wird traditionell gegen Fieber, Rheuma, Kopfschmerzen und andere Schmerzen angewendet, und der Extrakt ist heute Bestandteil von zahlreichen Fertigarzneimitteln.

Letzlich diente das Salicin (ein Salicylalkoholglykosid der Weidenrinde) 1897 dem deutschen Chemiker Hoffmann als Modell für die Herstellung des Aspirins. Weidenrindenextrakt-Präparate verträgt man vom Magen besser als Aspirin. Die zahlreichen Begleitstoffe der Droge mildern die Wirkung.
Die auch vom Aspirin bekannte Wirkung auf die Blutgerinnung (z.B.nach dem Herzinfarkt Hemmung der Thrombozyten-Zusammenballung) betrifft praktisch nicht die Weidenrindenextrakt-Präparate.

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