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Die Beete:

Beet 17 – Venenerkrankungen

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Buchweizen
Buchweizen

Mäusedorn
Mäusedorn

Rosskastanie
Rosskastanie

Steinklee
Steinklee

  Nach Passieren einer Bank und einer Sommereiche geraten wir auf den Hauptweg. Wir schlagen ihn ein in Richtung oberes Eingangstor. Vor uns sehen wir schon die obere, größere Rundhütte. Kurz bevor wir sie erreichen, befindet sich links das Beet mit dem Motto (17) Venenerkrankungen.

Hier finden Sie folgende Heilpflanzen, die unterstützend bei Venenerkrankungen eingesetzt werden. Derartige Venentherapeutika (Ödemprotektiva) sollten nur angewendet werden, wenn zuvor allgemeine nichtmedikamentöse Maßnahmen genutzt wurden. Dazu gehören physikalische Maßnahmen wie Hydrotherapie, Aktivierung der Muskelpumpe durch Bewegung und Lymphdrainage, Hochlagerung der Beine, Kompression. Ferner eine der Krankheit angemessene Lebensführung und körperliches Training. Unterstützend können dann eingesetzt werden pflanzliche Venentherapeutika, auch Ödemprotektiva genannt. Dies sind Heilpflanzen, die in der Lage sind, Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, Wasseransammlungen mit Schwellungen in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz zu lindern. Folgende Heilpflanzen befinden sich auf unserem Beet:

  • Buchweizenkraut (Fagopyrum esculentum MOENCH)
    enthält in Blättern und Blüten sehr viel Rutin. Dadurch wirkt es venentonisierend und kapillarabdichtend.
  • Mäusedorn (Ruscus aculeatus L.)
    Ruscuswurzelextrakte stimulieren den lymphatischen Transport und den venösen Tonus. Sie schützen die Venenstützfaser Elastin vor ihrem Abbau, straffen so die Bindegewebe und halten die Venen elastisch. Sie sind Bestandteil von Arzneifertigpräparaten. Sie haben abschwellende und entzündungshemmende Wirkung und sind Bestandteil von Arzneifertigpräparaten.
  • Rosskastanie (Aesculus hippocastanum L.)
    Hauptwirkungsträger in den Rosskastaniensamen sind Saponine, die insgesamt als Aescin bezeichnet werden. Extrakte aus den Samen haben venentonisierende, ödemhemmende (gefäßabdichtende) sowie entzündungshemmende Wirkungen. Dies wurde inzwischen durch zahlreiche Anwendungsstudien bestätigt.
  • Steinklee (Melilotus officinalis L.)
    enthält Cumarin, das gegen Ödeme und den Austritt von Flüssigkeiten aus Geweben wirkt. Die Widerstandsfähigkeit feinster Blutgefäße wird gesteigert. Cumarin aus Pflanzen hat keine gerinnungshemmenden Eigenschaften wie z.B. Marcumar® (ein synthetisches Cumarin), sollte aber dennoch nicht damit kombiniert werden.
  • Waldmeister (Asperula odorata L)
    enthält ebenfalls Cumarin, wird aber nicht als Venenmittel verwendet.
  • Weinraute (Ruta graveolens L.)
    enthält Rutin, ätherisches Öl (dies ist giftig!), Cumarin u.a. Stoffe. Vor allem durch Rutin bedingt ist eine kapillarschützende Wirkung belegt. Größte Vorsicht ist geboten, da die Raute starke Lichtdermatosen (Hautschäden wie bei Verbrennungen) hervorrufen kann und in hoher Dosis giftig ist. Das Rautenkraut ist heute aus den Arzneibüchern wegen eines hohen Nebenwirkungsrisikos gestrichen.
  • Rotes Weinlaub (Vitis vinifera folium L.) Die roten Weinlaublätter enthalten Flavonoide wie Quercitrin und Quercetin, denen eine venenstärkende und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben wird. Französische Winzer bekamen nur selten Venenbeschwerden. Dies führte zu intensiven Forschungen über die Inhaltsstoffe des roten Weinlaubs.
Waldmeister
Waldmeister
Weinraute
Weinraute
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