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Beet 21 – Arzneipflanzen der Anthroposophie

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Fenchel
Fenchel
  Rudolf Steiner (1861 - 1925) gilt als Begründer der antroposophischen Medizin, einer eigenständigen Methode, die in der Bundesrepublik Deutschland – neben der Homöopathie und Phytotherapie - die offizielle Anerkennung als „besondere Therapierichtung” durch den Gesetzgeber gefunden hat. Bekannteste Arzneimittel der anthroposophischen Therapierichtung wurden die Mistelpräparate, deren Einsatz bei Krebspatienten von Steiner 1920 bereits bei Vorträgen vor Ärzten und Studenten begründet wurde. Er ist auch der Vordenker gewesen für die heute weltweite ökologische Bewegung und schließlich auch für den Arznei- und Heilpflanzenanbau nach kontrolliert biologischen Richtlinien.

Steiner sagt, eine Pflanze sei dann eine Heilpflanze, wenn sie in irgendeiner Weise eine Verzerrung, Verzeichnung oder Abnormalität aufweise, wenn die Dreigliederung von Wurzel, Blüten und Früchte, Blätter und Sproß gestört sei. Also z.B. besonders üppig ausgeprägte Wurzeln (Zaunrübe oder Baldrian) oder stark hervortretende Blüten oder Früchte (Hirtentäschelkraut, Fenchel, Anis, Kümmel) oder üppiges Blattwachstum (z.B. die Brennnessel).

Die zweite geisteswissenschaftliche Betrachtung lautet: Die Wurzelprozesse der Pflanzen entsprechen den Kopfprozessen des Menschen, die Blütenprozesse den Stoffwechselvorgängen und die Blattprozesse den rhythmischen Abläufen im menschlichen Körper.

So gesehen ist der Mensch eine umgekehrte Pflanze:

  • Dem Kopf des Menschen oben also – als Sitz des Nerven-Sinne-Systems NSS entspricht die Wurzel – unten.
  • Blüten und fruchtbetonte Pflanzenteile, bei der Pflanze im allgemeinen oben sitzend, wirken damit vorwiegend auf Magen-Darm-Eingeweide, Stoffwechsel und Leber-Galle, Drüsen (Stoffwechsel-Gliedmaßen-System SGS).
  • Blattbetonte Pflanzen, wie z.B. die Brennnessel, sind in erster Linie für die Bereiche Blut-Blutkreislauf-Herz, Niere-Blase, Atmung-Lunge-Bronchien und Haut zuständig, also in der Mitte. Es ist das rhythmische System (RhS).

Für die Heilwirkung kommt der jeweils wachstumsmäßig besonders begünstigte Pflanzenteil in Frage. Ist es die Wurzel, wie z.B. Baldrianwurzel, Zaunrübenwurzel, so verwendet man deren Auszüge für Beschwerden im Kopf. Baldrianwurzel als Beruhigungsmittel. Ist es der Blütenstand, wie z.B. Hirtentäschel, Fenchel, Anis, so ist der Anwendungsbereich der Unterleib. Sind es die Blätter oder der Sproß, so zeigt dies die Verwendung im Mittelbreich – also Blut, Blutkreislauf, Herz, Lunge – an.

  • Große Brennessel – RhS
  • Hirtentäschel, Fenchel, Anis – SGS
  • zweihäusige Zaunrübe, Baldrian – NSS
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