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Die Beete:

Beet 22 – Erkrankungen der Harnorgane II

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Beet 5
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Beet 7
Beet 8 & 9
Beet 10a
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Neues Beet
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Walahfrid Strabo (27)
Hildegard v. Bingen (28)
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Steyrischer Ölkürbis
Steyrischer Ölkürbis

Goldrute
Goldrute

  Dieses Beet erstreckt sich im Anschluß an die Rabatte “Signaturenlehre“ entlang dem Zaun zur Aukammallee. Hier reihen sich weitere Heilpflanzen aneinander, die bei entzündlichen und bakteriellen Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie zur Vorbeugung von Nierensteinen und Nierengrieß eingesetzt werden. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist angezeigt. Je nach Heilpflanze sind folgende Wirkungen ausgeprägt:
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • Durchspülen erkrankter Bereiche mit Ausschwemmen von Steinen, Grieß, Bakterien, Schlacken

Die Gemeine Goldrute wird besonders geschätzt wegen Dreifachwirkung (entzündungshemmend, krampflösend, ausschwemmend).

Bruchkraut, Liebstöckel, Löwenzahn, Petersilie, Quecke, Ackerschachtelhalm, Brennnesselkraut und Hauhechelwurzel. Diese Heilpflanzen dienen hauptsächlich dem Zweck einer mechanischen Durchspülung und Selbstreinigung bei leichten Harnwegsinfekten.

Eisenkraut gilt in der Volksmedizin als wasserausschwemmende Heilpflanze. Bei den Römern galt sie als „heilige Pflanze“. Mit ihr wurden die Altäre des Jupiter abgefegt, Häuser gesäubert und gereinigt. Gemäß Richtlinien der Kommission E ist die Wirksamkeit nicht belegt. Gemäß neueren Untersuchungen zeigen Eisenkrautextrakte eine immunmodulierende und phagozytosehemmende Wirkung. Daher auch die Anwendung zusammen mit anderen Heilpflanzen bei Stirnhöhlensekretbildung im Verlaufe von Erkältungskrankheiten.
Hinweis: Keine Durchspülungstherapie von Blase und Niere bei Ödemen (Wasseransammlungen) infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit!

Erkrankungen der Prostata (gutartige, benigne Formen)
Zusammen mit den wasserausschwemmenden Heilpflanzen erwähnen wir hier auch noch drei Heilpflanzen, die schon lange als natürliche Heilmittel aufgrund volksmedizinischer Erfahrung bei Beschwerden der Blase und Prostata eingesetzt werden:

  • Arzneikürbissamen aus dem steirischen Ölkürbis
    Es handelt sich um Kürbissamen, die nicht verholzt sind, wie unser deutscher Kürbis; denn die Schale dieser Kürbissamen (überwiegend Ölkürbis aus der Steiermark) ist weich und hat einen besonders hohen Ölgehalt von 35-40%. Dem hohen Gehalt des Kürbiskernöls an Phytosterinen schreibt man auch eine pharmakologische Wirkung bei Blasen- und Prostataleiden zu.
  • Kleinblütiges Weidenröschen
    Laienmedizinische Anwendung bei der gutartigen (benignen) Form der Prostataerkrankung. Solange klinische Untersuchungen fehlen, bleibt das Weidenröschenkraut ein Bestandteil der Volksmedizin. Es wird als Tee verwendet.
  • Brennnesselwurzel
    Extrakte wie auch Teezubereitungen kommen bei Störungen des Wasserlassens, wie der gutartigen Prostatavergrößerung, Stadium I und II, zur Anwendung. Die Wirksamkeit ist jedoch bislang nicht ganz eindeutig belegt. Häufig kommen pflanzliche Arzneimittel im Handel zusammen mit weichen Ölkürbiskernen vor.
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