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Eibisch
Eibisch

Königskerze
Königskerze

Alant
Alant

Efeu
Efeu

Sonnentau
Sonnentau

Huflattich
Huflattich

  Auf der linken Seite gelangen wir zur Gruppe Husten.

Husten oder Bronchialkartarrhe (Kartarrhe der Luftwege) im Gefolge von Erkältungen und grippalen Infekten lassen sich meistens gut mit Heilpflanzentees oder Fertigpräparaten behandeln. Nicht selten aber gehen derartige Kartarrhe in äußerst hartnäckigen trockenen Husten über, der die Bronchien und schließlich die Lungen befallen kann. Schlimm ist es dann, wenn dieser Husten festsitzt und sich partout nicht lösen läßt. Dann ist es Zeit für ärztliche Hilfe. In den meisten Fällen wirken nämlich unsere Heilpflanzen nur unterstützend.

Ist das Immunsystem geschwächt z.B. durch das hohe Alter des Patienten oder bestehen weitere Nebenerkrankungen, reichen die Selbstheilungskräfte nicht mehr aus. Ist nun der Husten trocken, muss Flüssigkeit zugeführt werden z. B. heißer Tee, dies könnte ganz einfacher Lindenblütentee sein, sofern die Zufuhr größerer Flüssigkeitsmengen nicht wegen Wasseransammlungen im Körper (Ödeme) eingeschränkt werden muss.

Unterstützend kann nun wirken:

Heilpflanzen, die Schleime enthalten wie

  • Echter Eibisch
  • Wilde Malve
  • Großblütige Königskerze
  • Spitzwegerich
  • Wegmalve
  • Stockrose
wobei die Eibisch Wurzel und das Spitzwegerichkraut heute eine besondere Rolle spielen.

Malvengewächse enthalten grundsätzlich Schleime, nicht nur in der Wurzel sondern auch in den Blättern. Der Schleim überzieht schützend die Bronchialschleimhäute und kann dadurch den Hustenreiz lindern.

Huflattich (Tussilago farfara L.) enthält die überaus schädlichen Pyrrolizidin-Alkaloide, und sollte deshalb als Wildpflanze nicht mehr verwendet werden. Allerdings gibt es inzwischen Züchtungen, die frei von Pyrrolizidin-Alkaloiden sind und als solche wieder arzneilich verwendet werden können (sog. PA-freie Ware).

Heilpflanzen, die vorwiegend ätherische Öle enthalten, welche das Wachstum von Krankheitserregern hemmen und / oder das Abhusten erleichtern:

  • Echter Alant hat heute keine Bedeutung mehr. In der Volksheilkunde diente der Wurzelstock als Expektorans. In neueren Arzneibüchern findet man den Echten Alant nicht mehr.
  • Bergkiefer. Das ätherische Öl wird zur Inhalation bei Bronchitis verwendet.
  • Große Bibernelle. Die Wurzel wird als mildes Expektorans bei Bronchitis verwendet.
  • Feld- und Gartenthymian. Bedeutsam ist Thymiankraut. Es wirkt durch seinen Gehalt an ätherischen Ölen innerlich auswurffördernd (expektorierend) und gleichzeitig etwas krampflösend auf die Bronchien. Auch das Abtransportieren des Schleimes wird gefördert durch Zunahme der Zilienbewegungen (kleine Flimmerhärchen in den Bronchien).

Kräuter, die Saponine enthalten: Wie der Name sagt (oberflächenentspannend wie eine Seife) lässt sich der Schleim verdünnflüssigen und damit leichter abhusten. Hierzu gehören:

  • Efeu
  • Hohe Schlüsselblume
  • Echter Ehrenpreis
  • Gemeines Seifenkraut
  • Duftende Schlüsselblume

Aus dieser Gruppe spielen eigentlich nur Efeu und Schlüsselblume eine Rolle. Extrakte aus Efeublättern wirken vor allem auswurffördernd (Saponine) und krampflösend. Schlüsselblumenblütenextrakte wirken nur auswurffördernd.

Kräuter die spezielle Wirkstoffe enthalten:

  • Das bereits oben erwähnte Spitzwegerichkraut (Plantago lanceolota L.) hat neben seiner Schleimwirkung noch antibakterielle Eigenschaften.
  • Das Sonnentaukraut (Drosera longifolia L.), eine fleischfressende Halbschmarotzerpflanze, hat neben der sekretlösenden Wirkung besonders gut krampflösende Eigenschaften (Krampf- und Reizhusten).
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