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Große Kapuzinerkresse, Arzneipflanze des Jahres 2013
Tropaeolum majus L.
Kapuzinerkressengewächse

Kapuzinerkresse Die Große Kapuzinerkresse wurde von einem Expertenkreis am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2013 auserkoren wegen der in ihr enthaltenen antibiotisch wirksamen Senföle. Dies sind Senfölglykoside, aus denen nach enzymatischer Spaltung Benzylsenföl gebildet wird. Dieses hemmt die Vermehrung von schädlichen Bakterien, Viren und Pilzen und kann evtl. in Zukunft Antibiotika bei leichteren Infektionen ersetzen.
Zurzeit ist ein pflanzliches Arzneimittel im Handel, das einen Extrakt der Pflanze zusammen mit dem Wurzelextrakt des Meerrettichs (Schleimhaut reizende Drogen) enthält und der Besserung der Beschwerden bei akuten entzündlichen Erkrankungen der Bronchien, Nebenhöhlen und ableitenden Harnwegen dient.

Erste Untersuchungen zur Kapuzinerkresse stammen aus den 1950er Jahren. In der Roten Liste für Ärzte aus dem Jahre 1965 findet man das Präparat Tromacaps der Fa. Madaus, das jedoch heute nicht mehr im Handel ist. Dies wurde bei Soorinfektionen der Atemwege, Antibiotika resistenten Pneumonien, Soorinfekte des Urogenitaltraktes, sowie zur Langzeitbehandlung der chronischen Pyelonephritis angewendet.

Die Kapuzinerkresse stammt aus dem Andengebiet Perus und Bolivien. Die Inkas verwendeten sie als Garten -und Heilpflanze auch als Schmerz –und Wundheilmittel. Die erste Kultivierung dieser Pflanze in Europa fand um 1684 statt. Sie ist daher für uns ein Neophyt. (Neueinwanderer)

Blätter und Blüten der Pflanze werden auch für Salate verwendet. Bedingt durch die Senföle kann es allerdings bei häufiger Anwendung zu Magen –und Darmbeschwerden kommen, was vor allem für die pflanzlichen Arzneimittel gilt. Diese haben daher einen magensaftresistenten Tabletten-überzug oder es sind magensaftresistente Kapseln, die möglichst nach dem Essen eingenommen werden sollten.

Informationen zur Kapuzinerkresse aus der Gebrauchsanweisung Angocin ® Anti-Infekt N sowie aus dem Buch:
Leitfaden Phytotherapie von H. Schilcher S. Kammerer T. Wegener 4. Auflage
Seite 182 (das Kraut) 507 (Bronchitis) 731 (Harnwegsinfekt)

 

Arzneipflanzen der Jahre 1999 - 2013

Der Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzen“ an der Universität Würzburg wählt jedes Jahr „die Arzneipflanze des Jahres“ aus beginnend mit dem Jahre 1999. Daneben gibt es den Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus („NHV Theophrastus“), der jedes Jahr eine bedeutsame Heilpflanze kürt.

Arzneipflanze des Jahres gemäß Studienkreis Würzburg
 
Heilpflanze des Jahres gemäß „NHV Theophrastus“ = Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, gen. Paracelsus e.V.
1999Buchweizen-
2000Rosmarin-
2001Arnika-
2002Mäusedorn-
2003ArtischockeSalbei
2004PfefferminzeTausendgüldenkraut
2005KürbisLein
2006ThymianZitronenmelisse
2007HopfenDuftveilchen
2008RosskastanieEchter Lavendel
2009FenchelRingelblume
2010EfeuGewürznelkenbaum
2011PassionsblumeRosmarin
2012SüßholzKoloquinte
2013KapuzinerkresseDamaszener-Rose

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