Öffnungszeiten
1. Mai bis Ende September
(je nach Witterung)
von ca. 8.00 – 20.00 Uhr
täglich, auch an Sonn- und Feiertagen
Aukammallee 39
65191 Wiesbaden
info[at]apothekergarten-wiesbaden.de
Öffnungszeiten
1. Mai bis Ende September
(je nach Witterung)
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täglich, auch an Sonn- und Feiertagen
Aukammallee 39
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Apothekergarten Wiesbaden
Broschüre 6. Auflage
Rund 120 Seiten über die Heilkräuter und Pflanzen im Wiesbadener Apothekergarten und deren Verwendungszweck
Erhältlich bei Hugendubel, Wiesbaden, Buch VorOrt, Bierstadt, und bei den Führungen >> (Unkostenbeitrag 2,50 €)
Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde hat den Ingwer zur Arzneipflanze des Jahres 2026 gekürt.
Ingwer (Zingiber officinale) ist eine weltweit verbreitete ausdauernde Staude, die über einen Meter hoch werden kann. Seine lineal-lanzettliche Blätter von über 20 cm Länge bilden mit ihren röhrenförmigen Blattscheiden einen Scheinstängel. Die unterirdische, innen gelblich gefärbte, flach-verzweigte Sprossachse (Rhizom) kennt hierzulande fast jeder.
Die Wildform der Pflanze ist unbekannt, da Ingwer seit Jahrhunderten in Südasien kultiviert wird. Heute beträgt die Weltjahresproduktion annähernd 5 Millionen Tonnen.
Schon um 70 n. Chr. beschrieb Dioskurides Ingwer als erwärmend, verdauungsfördernd, milde den Stuhl anregend und magenstärkend. Zudem wirke sie gegen Verdunkelungen der Pupille und diene als Zusatz in Gegengiften. Das um 800 entstandene Lorscher Arzneibuch nennt Ingwer in ca. 50 von 482 Rezepten für/gegen Magen- und Darmleiden, Erkrankungen von Leber, Milz und Nieren sowie bei Wechselfieber. Hildegard von Bingen vermerkt in ihrer „Physica“, der Ingwer sei für gesunde und beleibte Menschen schädlich, da die Hitze sie gedankenlos und hitzig mache. Wer jedoch in seinem Körper trocken sei und schon fast sterbe, für den sei Ingwer lebensrettend. Seit dem 19. Jahrhundert wird Ingwer auch Seefahrern als Heilmittel gegen Koliken, Skorbut und sogar Seekrankheit empfohlen. Heute ist die verdauungsfördernde und blutdrucksenkende Wirkung der „Wunderwurzel“ wissenschaftlich belegt.
Ingwer schmeckt als Speisegewürz, im Tee oder einfach in heißem Wasser gekocht und hilft nicht nur bei Reisekrankheit, sondern auch bei leichten, krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden (also auch gegen Blähungen) sowie gegen kurzzeitige Appetitlosigkeit. Er lindert leichte Gelenkschmerzen und Erkältungssymptome und soll Letzteren, kleingeschnitten im Tee, sogar vorbeugen.
Hintergrundbild: © Sanu N, Wikimedia Commons
Seit 1986 gibt es in Wiesbaden einen inzwischen 5500 qm großen Garten, in dem mehr als 270 Pflanzenarten angepflanzt und gepflegt werden, welche bis heute noch zur Herstellung von Arzneimitteln dienen.
Die optisch locker gestaltete Gartenanlage vermittelt dem Besucher mit ihren nach medizinalen Anwendungsbereichen gruppierten Kräutern, Sträuchern und Bäumen einen interessanten Einblick sowie gleichzeitig eine Rückbesinnung auf die Kräfte der Natur und den Nutzen der Pflanzen für die Gesundheit des Menschen.
Am 29. Juni 2025 fand das traditionelle Sommer-Fest im Apothekergarten Wiesbaden statt. Mit Live-Musik, Führungen, Kinderprogramm, süßen und salzigen Imbissen und viel kühlen Getränken…
Wollen Sie von erfahrenen Apothekern oder Heilpraktikern mehr über Heilkräuter lernen? Wir bieten von Ende Mai bis Ende September (je nach Witterung) an jedem Samstag um 15 Uhr Führungen durch den Garten an – ehrenamtlich und kostenfrei. Jede Führung ist einzigartig und befasst sich mit einem anderen Schwerpunkt. Treffpunkt am oberen Eingang.
Im Bereich der Beete beschreiben wir die Arzneipflanzen und ihre verschiedenen Anwendungsgebiete. Mit welchen Pflanzen kann man bei Verstopfung, Appetitlosigkeit oder Entzündungen helfen und wie nutzt die Industrie die Pflanzen?
Wie ist der Apothekergarten entstanden? Wie sind die Pflanzen und angeordnet? Diese und weitere Fragen werden Ihnen in der Rubrik Garten beantwortet.